Presse

 

CD: lo canterei d'amor

Die Besetzung Alter Musik mit drei oder vier Blockflöten ist Standart. Es gelingt den vier Musikerinnen Lucia Dimmeler, Eva Grießhaber, Bettina Haugg und Manuela Mohr ganz vorzüglich, zusammen mit einer Sopranistin (betörend und virtuos: Regina Kabis) und einem Sprecher (nuancenreich: Kai-Christian Moritz) ein CD-Konzert mit einer besonderen Abfolge aus Musik und Lyrik des Spätmittelalters und der Renaissance edel zu gestalten. So wechseln bei der Canzonette „Une jeune Fillette“ von E. de Caurroy Vokalsoli mit drei- und vierstimmigen Fantasien; manche Titel erscheinen in verschiedenen Kompositionen oder Diminutionen. Spätmittelalterliche Liebeslyrik bildet Kontraste, die Liebesballaden von Francois Villon faszinieren durch ihre blutvolle Sprache, es gibt keine historische Distanz.

Anders bei der kunstvollen Mehrstimmigkeit mit den für die Renaissance typischen hochvirtuosen, kunstvollen Verzierungen – die instrumental und vokal ausgeführten Diminutionen sind Beispiele für die grandiose Instrumentalmusik und Gesangskunst dieser Zeit.

© Windkanal 04/2009
(Siegfried Busch)

Faszinierende Flötentöne im Pferdestall

Mittelalterliche Blockflötenmusik: Die vier Frauen vom Quartetto con Affetto überzeugen das Publikum mit meisterlichem Zusammenspiel.
Geistliche und weltliche Musik des Mittelalters und der Renaissance wurde bei der zweiten Veranstaltung der diesjährigen Wurzer Sommerkonzerte geboten...
Eine Könnerin und Virtuosin ist jede einzelne der Musikerinnen. Das Quartett bestach durch musikalische Meisterschaft, hervorragendes Zusammenspiel, Einfühlsamkeit und spürbare Lust am Musizieren...
In halsbrecherischer Geschwindigkeit erklangen rhythmisch mitreißende Tänze der verschiedensten Komponisten und aus mittelalterlichen Tanzsammlungen Europas...
Beeindruckend präzise war das Zusammenspiel der vier Flötistinnen in den viruos schnellen "Tänzen von Satyrn und Hexen", die wilde Fabelwesen vor dem geistigen Auge erschienen ließen. Liebeslieder waren verträumt und einfühlsam gespielt...
Authentisch, ... mit großem Einfühlungsvermögen vorgetragen, waren die ruhigeren, geistlichen Werke. Das Quartett weckte mit Leichtigkeit auch hier die angemessene Stimmung.
Die große Meisterschaft der Musikerinnen ließ am Ende ein begeistertes Publikum zurück...

© Oberpfalz "Der neue Tag" (August 2008)
Christiane Zeigler

 

Alte Musik klingt so frisch wie Jazz

... Alle für sich genommen sind hochkarätige Virtuosen auf einem breit gefächerten Instrumentarium und zugleich so perfekt aufeinander eingestellt, dass es ein unbeschreibliches Vergnügen ist, ihr lustvolles Musizieren mitzuerleben. Da sprüht ein unaufhörliches Feuer, wenn die vier Damen und ihr Mitspieler alte Tänze so intonieren, dass sie klingen wie Improvisationen einer ekstatischen Jazz-Session...

... Die aberwitzigsten Verzierungen kommen spielerisch leicht. Jede Tempoverschärfung springt unglaublich präzise an. Das gelingt nur, wenn alle Beteiligten musikalisch absolut synchron empfinden und denken...

...Für einen Gastmusiker ist es sicher nicht ganz einfach, sich in eine derart verschworene Gemeinschaft einzufügen. Murat Coskun ... bewies ... ein exzellentes musikalisches Einfühlungsvermögen. Er erschlug nicht den filigranen Klang der Renaissanceflöten, sondern gab ihm aparte Würze - mal höfisch elegant, mal bäuerlich derb, aber immer dem Charakter des jeweiligen Tanzes angemessen...

...Geistliche Musik, die einerseits durchdrungen war von der erhabenen Schlichtheit gregorianischer Gesänge, andererseits zeigte, dass schon lang vor Johann Sebastian Bach die Satzkunst und Polyphonie zu hoher Blüte entwickelt worden war. Vielfach erstirbt diese Musik in erhabener Langeweile. Doch das "Quartetto con Affetto" liefert den höchst eindrucksvollen Beweis, dass auch diese von großem Ernst getragene geistliche Musik sehr spannend und artikulationsreich gespielt werden kann, ohne affektiert zu klingen...

© 2006 Schwäbische Zeitung
Schwäbische Zeitung vom 15. März 2006
(Anton Wassermann)

Vielfarbige und sinnliche Klänge

...Blockflöte soll langweilig sein? Wer das behauptet, der hat wohl noch nie das “Quartetto con Affetto” gehört! Die vier Musikerinnen, die hinter diesem Blockflöten-Ensemble stecken, spielten jetzt bei ihrem Konzert auf Schloss Beuggen erfolgreich gegen das “brave” Image ihres Instruments an. Und die vielen Zuhörer im Seminarsaal erlebten eine faszinierende Spielfreudigkeit, Vielfarbigkeit und Klangsinnlichkeit bei diesem Konzert für vier Blockflöten und Perkussion...

... das Spektrum dieser frühen Musik war höchst anregend und vielfältig...es war spannend zu hören, wie ausdrucksbetont, kunstvoll und homogen das Bockflöten-Consort klang...

© Badische Zeitung vom Dienstag, 14. März 2006
(Roswitha Frey )

Lustvoll „ausgespielte“ Kontraste

CD: Spektren - Musik für 4 Blockflöten und Perkussion.

... Reiz haben die vielen Gegensatzpaare ... Schön etwa auch die von zwei Sätzen auf Blockflöte sehr „erzählerisch“ wiedergegebenen einstimmigen gregorianischen Melodien, den stilkundig und artikulationsgenau gestalteten isorhythmischen Abschnitten und dem auf ganz tiefen Instrumenten ausgeführten, aber überhaupt nicht „grummelnden“ Palestrina-Lamento....

...Mutige Verzierungen peppen selbst Wohlvertrautes wie die Sätze von Pierre Phalese aus dem Antwerpener Tanzbuch auf... Höchst originell, wenn sich in The Satyr's Masque von Robert Johnson (einem durchaus konventionellen Stück) die Fabelwesen in einer eingeschobenen mutigen Improvisation zu Wort melden - nicht nur da löst das Ensemble den „con Affetto“-Anspruch auch mit einem Augenzwinkern ein.

© CONCERTO - Das Magazin für Alte Musik Juni/Juli 2005
(Reinhard Kriechbaum)

Wahrhaftig: Spektren

CD: Spektren - Musik für 4 Blockflöten & Perkussion

Interpretation: ****, Klangqualität: ****, Repertoirewert: ****, Booklet: ****

...Schon allein die weite Streuung der Kompositionen...muss den Variantenreichtum der entstehenden Klangbilder andeuten...

...Der vornehmlich in tiefen Registern sich aufhaltende sonore, fast orgelartige Klang der Lamentation Palestrinas könnte bereits zu demjenigen anderer Werke der geistlichen Zunft, besonders aber zu den bisweilen schrillen Klängen der ‚Spektren’ Kelterborns kaum unterschiedlicher sein. Die weltlichen Stücke werden wirkungsmächtig von den stilvoll eingesetzten, traditionellen Perkussionsinstrumenten unterstützt und vorangetrieben...

...Das Quartetto con Affetto beherrscht ...auch das Zusammenspiel in höchstem Maße, so dass einheitliche, überzeugende Darstellungen entstehen, die den nötigen Ernst nicht vermissen lassen, aber auch mitzureißen vermögen und vor allem in den Tänzen aus den Masques eine gehörige Portion frischen Humors einbringen...

...Besonders die Verbindung des Blockflötenklangs mit Perkussionsinstrumenten wirkt ungemein natürlich und zwingend, so als könnte es kaum anders sein...Der Klang des Quartetts ist homogen und klar, die Perkussionsinstrumente sind prägnant, ohne je vordergründig zu werden...

...Das schön aufgemachte Begleitheft schafft in kurzen, informativen Absätzen die nötige Übersicht über die dargebotene Vielfalt...und sorgt so für die gelungene Abrundung einer Produktion, die nicht nur einen eindrucksvollen Querschnitt durch die Musik aus Mittelalter und Renaissance bietet...sogar dem Kenner noch etwas zu bieten haben sollte.

© Rezension auf klassik.com, 06.10.2004

Ein Flötenspektrum

CD: Spektren – Musik für vier Blockflöten und Percussion

Ein Stück des Schweizer Komponisten Rudolf Kelterborn hat der neuen CD des Blockflötenquartetts Quartetto con Affetto den Titel „Spektren“ gegeben (Animato ACD 6081).

Wie in Kelterborns Stück ... geht es um das weite Spektrum des Instruments ... befähigt zu einem riesigen Spektrum an Spielweisen, Klangfarben und Kombinationsmöglichkeiten. Geschuldet ist diese Bandbreite ... der versierten und kunstvollen Handhabung der vier Musikerinnen.

... mit den teils orientalisch anmutenden Tanzsätzen des italienischen 14. Jahrhunderts über die frei fließenden Messteilen eines Ludwig Senfl bis hin zu den englischen Consortsongs John Dowlands oder manchem erstaunlich modern anmutenden Satz aus den ebenfalls englischen Maskenspielen ... Ergänzt wird dieses „Spektrum“ durch Ausflüge ... ins Mittelalter (Notre-Dame-Schule) ...

... der Freiburger Perkussionist Murat Coskun schließlich ergänzt das Spektrum der Rhythmen und Klangfarben durch sein belebendes Trommelspiel.

© Badische Zeitung
(Elisabeth Schwind)